Die eigentliche Klassik

Frühklassik

Das barocke Schwülstige verlor sich, stattdessen wurden die Kompositionen überraschender, galanter, erfindungsreicher. So nennt man diese Musik um 1730 auch den stile galante, den galanten Stil. Die Bachsöhne bestimmten den empfindsamen Stil mit. Musik wurde benutzt, um Gefühle zu beschreiben. Der Generalbass wurde nach und nach von der Harmonik abgelöst. 1750 wurde die Mannheimer Schule gegründet. Streichquartette und Sinfonien dominierten langsam, wohingegen Fuge, Kantate, Suite und so weiter verschwanden.

Wiener Klassik

Zeitlich ist die Wiener Klassik zwischen 1770 bis 1830 einzuordnen. In jener Zeit waren es die Ideale der Aufklärung und der Französischen Revolution, die ihre Wirkung zeigten. Komposition diente dazu, die Gesellschaft besser und gerechter zu machen. Die bekanntesten Vertreter der Wiener Klassik waren Ludwig van Beethoven, Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart. Die Kompositionen spielten mit Motiven und Variationen. Sinfonien und Sonaten waren die großen Gewinner jener Zeit. Alles schien möglich, von Volkslied bis empfindsamer Stil, von galantem Stil zurück zur Polyphonie. Es entwickelten sich drei Kompositionsarten – das obligate Accompagnement, das motivische Thema und der durchbrochene Stil.

Obligates Accompagnement

Beim obligaten Accompagnement handelt es sich, wie der Name schon sagt, um regelmäßige oder auch erforderliche Grundzüge. Mozart bediente sich gerne dieser Art von Komposition in einigen seiner Stücke. Die Streicher spielen die Begleitung im Vierviertel-Takt, wobei der erste und dritte Schlag betont werden.

Motivisches Thema

Das motivische Thema – wie bereits vorher erwähnt, spielten die Komponisten ein festes Motiv, das dann variiert wurde und immer wieder erschien.

Durchbrochener Stil

Der durchbrochene Stil, auch als durchbrochene Instrumentation bezeichnet, wird vor allem in Sinfonien verwendet. Hierbei wechseln sich bestimmte Instrumentengruppen oder auch einzelne unterschiedliche Instrumente beim Spielen der Melodielinie ab, dadurch bleibt die Melodie selbst erhalten, allerdings wird sie im Klang variiert.

Die Instrumentalmusik wird so vielfältiger und zu einer eigenständigen Kunstform.